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Zwischen Hörsaal und Werkbank

29.05.2020

Alena ist Vorwärtsmacherin an der Uni Magdeburg und studiert Lehramt. Ihre Fächerkombination ist Deutsch und Technik. (Foto: privat)

Trotz aller Gleichberechtigung, die inzwischen viele Bereiche in der Gesellschaft bestimmen: Als Frau in einem männerdominierten Fach zu studieren, kann ungeahnte Herausforderungen mit sich bringen. Das hat auch Alena-Sophie Lemme bemerkt Sie studiert Technik und Deutsch auf Lehramt an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

“Schon als Kind wurde mir gesagt, dass ich eine gute Lehrerin werden könnte“, erinnert sie sich. „Seit der 8. Klasse habe ich Nachhilfe gegeben und gemerkt, wie sehr mir die Arbeit mit Schülern Spaß macht und wie gut es mir gelingt, schwierige Sachverhalte zu erklären.“. Ein Jahr vor ihrem Abitur hat sie dann am Studieninfotag der Uni Magdeburg teilgenommen. „Ich fühlte mich dort sehr gut aufgehoben und fühlte mich nicht allein gelassen bei der Wahl eines passenden Studiengangs“, erzählt sie.

Und nun studiert die 21-jährige Technik und Deutsch im Lehramt an der Uni Magdeburg. „Die Auswahl meiner Fächerkombination fiel mit nicht schwer“, sagt sie, „Deutsch habe ich als Ausgleich hinzugenommen, um mich nicht nur in den technischen Bereichen fortzubilden.“ Dennoch bedeutete das Hauptfach Technik auch: vom ersten Tag an fast als einzige Frau allein in einem männerdominierten Bereich zu sein. Sie brauchte es Zeit, sich daran zu gewöhnen. Auch weil es schwierig war, Freundinnen zu finden. Auch, wenn die ersten Schritte im Studium nicht leicht waren, bedeuten sie neue Chancen, neue Herausforderungen und neue Erfahrungen! Die Studentin empfiehlt ganz klar: „Geht raus! Nicht im stillen Kämmerlein sitzen. Nehmt alle Veranstaltungen und Partys mit: Weihnachtsfeiern, Hörsaal-Slams, WG-Partys. Überall lernt man Gleichgesinnte kennen, die einem die Studienzeit verschönern. Vor allem der Stadtpark an der Elbe ist ein toller Spot, um mit seinen Freunden den Sommer zu genießen!“

An ihrem Hauptfach Technik gefällt Alena-Sophie besonders, dass man von Anbeginn Kontakt mit Schülerinnen und Schülern der Umgebung hat. „Unserem Professor liegt viel daran, dass Studierende schnell erkennen, wo ihre Fähigkeiten liegen und welche Schwächen man im Laufe des Studiums angehen sollte. Immer wieder haben wir die Möglichkeit Unterrichtskonzepte zu erstellen und zu erproben. Die praxisnahe Lehre ist ein großer Vorteil“, erklärt sie. Im „Maschinenpraktischen Grundkurs“ konnte sie in der Handwerkskammer einen Koffer aus Holz komplett selbst fertigen. „Sich auszuprobieren und sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen zu können, war eine spannende und lustige Erfahrung,“ fasst sie zusammen.

Alena-Sophie arbeitet nebenher außerdem im SchülerLabor Technik der Uni „Dort leiten wir Projekttage, ergänzen den Unterricht an Schulen mit spannenden Experimenten oder helfen den Schülerinnen und Schülern bei ihrer Berufsorientierung.“ Für Erstis im Fachgebiet Technik empfiehlt Alena-Sophie ganz klar: „Kommt zum SchüLaTech! Wir wissen, was euch erwartet und haben den ein oder anderen Insidertipp für Seminare und Vorlesungen.“ Und außerdem sammelt man so auch direkt didaktische Erfahrungen.

Nach ihrem Studium wünscht sich Alena-Sophie, eine Vertrauensperson für ihre Schülerinnen und Schüler zu sein, zu der sie gerne kommen, wenn es Probleme gibt. Außerdem möchte sie nie aufhören, sich weiterzuentwickeln. Schlussendlich sagt sie: „Ich bin eine Vorwärtsmacherin, weil ich mich von Niederlagen nicht unterkriegen lasse und alles daransetze, an mir zu arbeiten. Ziele, die ich erreichen möchte, erreiche ich auch – auch, wenn es dafür mehrere Anläufe und verschiedene Ideen benötigt. Humor und Spaß kommen mir dabei nie abhanden und begleiten mich und die Leute um mich herum durch den Tag.“