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#OVGUalumni: Xenija Neufeld entwickelt künstliche Intelligenz für Computerspiele

04.04.2017

Xenija Neufeld arbeitet bei einem der bekanntesten Computerspielentwickler weltweit. Bei Crytek kann sie ihre Interessensgebiete aus dem Studium realisieren.

Von Viktoria Koch

Xenija Neufeld ist externe Doktorandin an der Fakultät für Informatik und arbeitet bei Crytek – einem der größten Spieleentwickler in Deutschland

Das Informatikstudium ist für eine Frau sicherlich keine gewöhnliche Wahl, doch wenn das Interesse an den Themen groß ist, lassen sich alle Schwierigkeiten überwinden. Das dachte sich auch Xenija Neufeld, die nach ihrem Informatik-Bachelor und -Master an der Universität Magdeburg nun als externe Doktorandin an der Seite von Professorin Sanaz Mostaghim und der Arbeitsgruppe „Intelligente Systeme“ zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) forscht.


Name: Xenija Neufeld
Studienfach: Informatik – Profil „Computer Games“
Fakultät: Informatik
Tätigkeit: Externe Promotion bei Crytek GmbH


Bereits in der Schule war Xenija Neufeld klar, dass sie Informatik studieren möchte. Ihre Faszination für intelligente Systeme und für Programme, die in kürzester Zeit Dinge tun können, für die Menschen eine Ewigkeit brauchen, hält bis heute an. Später kam das Interesse an Computerspielen und an der Künstlichen Intelligenz der Charaktere darin hinzu. 2010 hat Xenija Neufeld angefangen, Informatik an der OVGU zu studieren und das Profilstudium „Computer Games“ absolviert. Zuvor hatte sie sich über mehrere Unis informiert. Die OVGU hatte im Ranking sehr gut abgeschnitten. „Es hat mir besonders gefallen, dass nicht nur die Qualität des Studiengangs, sondern auch die Organisation, die Betreuung durch Lehrende und der Kontakt zwischen den Studierenden gut bewertet wurden“, erklärt Xenija Neufeld warum sie sich für die OVGU entschieden hat.

Ihren Master in Informatik beendete die junge Frau Anfang 2016 ebenfalls an der OVGU. „Nach dem Studium kann ich nur bestätigen, dass der Kontakt zu Lehrenden und unter den Studierenden der Fakultät für Informatik super war, wodurch mir die Studienjahre immer als eine schöne Zeit in Erinnerung bleiben werden“, schwärmt die Doktorandin, die schon wenige Wochen nach ihrem Masterabschluss bei Crytek, einem der größten Spieleentwickler in Deutschland, angefangen hat. „Während meines Bachelorstudiums hörte ich auf einer Konferenz einen Vortrag von einem Crytek-Mitarbeiter und dachte mir, dass ich auch irgendwann in dieser Firma arbeiten möchte“, erzählt die 26-Jährige. „Ich hatte nicht erwartet, dass es so schnell gehen würde.“ Sie kann nur jedem raten: „Wenn ihr nach dem Studium glaubt, dass ihr noch nicht genug Wissen oder Erfahrung für euren Traumjob habt, versucht trotzdem, ihn zu bekommen. Seid dabei selbstbewusst! Es gibt genug Menschen da draußen, die viel weniger können und viel selbstbewusster sind. Lasst nicht zu, dass sie euch euren Traumjob wegnehmen.“

Bei Crytek, die sich als Spieleentwickler auch weltweit einen Namen gemacht haben, forscht und arbeitet die Doktorandin hauptsächlich auf dem Gebiet, auf dem sie auch ihre Dissertation schreibt: der Künstlichen Intelligenz. „Ich interessiere mich besonders für die Kooperation von mehreren KI-Charakteren. Dabei bin ich aber auch Teil eines Projektteams und unterstütze zurzeit andere KI-Programmierer bei der Entwicklung des Spiels ‚Robinson: The Journey‘. So kann ich gleich meine Ideen mit Kollegen austauschen, sie in einer vorhandenen Umgebung umsetzen und testen“, beschreibt Xenija Neufeld ihr Tätigkeitsfeld. Das Pflichtpraktikum in der Spieleindustrie während ihres Profilstudiums „Computer Games“ hat ihr sicherlich den Einstieg in die Spielebranche erleichtert. Und sicher profitiert sie auch heute noch vom Engagement des studentischen Spieleentwicklervereins Acagamics e. V.. Dieser organisierte gemeinsame Fahrten zu Konferenzen und leitete mehrere für die Spieleentwicklung relevante Kurse. So konnte die angehende Informatikerin bereits im Studium eine Vorstellung von der Entwicklung eines großen Computerspiels und den verschiedenen Rollen innerhalb des Entwicklerteams erhalten.

Professorin Sanaz Mostaghim hat Xenija Neufeld bereits während des Studiums immer wieder inspiriert und motiviert. Heute hält die Doktorandin mit ihr und der Arbeitsgruppe „Intelligente Systeme“ in Magdeburg ständig Kontakt und bleibt auch hier auf dem Laufenden. Jetzt arbeiten die beiden Frauen in einem Team zusammen.