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#OVGUalumni: Enrico Gebert gründete ein Entwicklerstudio für Videospiele

05.04.2017

Enrico Gebert (mitte) studierte Computervisualistik an der Uni Magdeburg. Gemeinsam mit seinen Kommilitonen Maria Manneck und Aljoscha Börsch, gründete er Silver Seed Games.

Enrico Gebert studierte Computervisualistik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Nach seinem Studium gründete er mit Kommilitonen das Entwicklerstudio Silver Seed Games. Als Entwickler und Unternehmer möchte Gebert eine Brücke zwischen Spieleindustrie und Universität schlagen „und so den Markt um innovative Projekte bereichern und den Einstieg in die
Industrie für junge Entwickler erleichtern.“ Im Interview erklärt der Alumni, wieso er sich für den Studienstandort Magdeburg entschieden hat welche Geschäftsidee Silver Seed Games verfolgt.

Warum haben Sie sich für ein Studium an der OVGU entschieden?

Enrico Gebert: Während meines Bachelor-Studiums habe ich mich neben dem Thema Computerspiele sehr viel mit Bildanalyse und –verarbeitung im medizinischen Bereich beschäftigt. In diesem Themengebiet lag auch meine Bachelorarbeit, mit der ich 2010 mein BachelorStudium beendet habe. Mit dem Beginn meines Master-Studiums an der OVGU habe ich mich viel stärker auf die Spieleentwicklung konzentriert und viel Zeit mit der Gründung und dem Aufbau des Acagamics e. V. verbracht. Aus dieser Vereinsarbeit ist auch mein Wunsch zur Selbstständigkeit erwachsen. Ich komme ursprünglich aus Weimar und bin wegen des Studienfachs Computervisualistik nach Magdeburg gekommen. Seither habe ich hier viele gute Freunde gefunden, was die Stadt für mich zu einem angenehmen Ort macht.

Sie sind alle Gründungsmitglied des studentischen Vereins Acagamics e. V.. Was verbirgt sich hinter Acagamics und welchen Nutzen haben Sie durch die Vereinsarbeit?

Enrico Gebert: Acagamics e. V. ist ein studentischer Spieleentwicklerverein, dessen Ziel es ist, Studenten eine Plattform zu bieten, die ihnen ermöglicht, sich mit Videospielentwicklung auseinander zu setzen. Dafür bieten wir verschiedene Lehrveranstaltungen und Seminare an, die teilweise sogar anrechenbar sind, organisieren Gastvorträge aus der Spieleindustrie und ermöglichen Konferenz- und Tagungsbesuche, wie beispielsweise zur größten deutschen Spieleentwicklerkonferenz, der Quo Vadis.

Nun, was bringt uns der Verein? Durch die aktive Vereinsarbeit haben wir viele Möglichkeiten: Zum einen können wir schnell Kontakte zu jungen talentierten Studenten und zur Spieleindustrie aufbauen. Ein weites Kontaktnetzwerk ist im beruflichen Alltag von großem Wert. Weiterhin werden die von Acagamics e.  V. angebotenen Lehrveranstaltungen größtenteils Teil von den Mitgliedern selber organisiert und durchgeführt. Bei nicht autonomen Lehrveranstaltungen knüpft man jedoch engen Kontakt mit den jeweiligen Professoren. Die Möglichkeit der Veranstaltungsleitung bietet wichtiges Potential zur Aneignung von Kompetenzen aus den Bereichen Umgang mit Menschen, Planung und Organisation, Projektmanagement und natürlich dem Veranstaltungsthema selbst.

Im August 2013 haben Sie sich offiziell mit dem Unternehmen Silver Seed Games UG selbstständig gemacht. Welche Geschäftsidee haben Sie und wie wurden Sie von Seiten der OVGU unterstützt?

Enrico Gebert: Die Idee hinter Silver Seed Games ist es, Studenten eine Möglichkeit zu geben, ihre Spieleprototypen zu kommerzialisieren. Dafür bieten wir eine modularisierte Entwicklungspipeline an, die es ermöglicht, Prototypen in allen Bereichen zu optimieren und zur Marktreife zu bringen. Mit unserer Firma wollen wir eine Brücke zwischen Spielindustrie und Universität schlagen und so den Markt um innovative Projekte bereichern und den Einstieg in die Industrie für junge Entwickler erleichtern. Geholfen hat uns die OVGU auf vielfältige Weise, sei es mit den Vorträgen der Gründerwoche oder durch einen ersten wichtigen Finanzierungsauftrag.