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#OVGUalumni: Andrea Jozwiak macht irgendwas mit Medien

20.04.2017

Andrea Jozwiak ist der Uni Magdeburg treu geblieben. Nach ihrem Studium begann sie ein Volontariat im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Strand, Palmen und Kokosnüsse vs. Bücherberge, Zettelhaufen und Termindruck: In meinem Kopf haben die schönsten Bilder Raum eingenommen, um die Masterarbeit für ein paar Minuten oder sogar Stunden zu verbannen. Prokrastination. Studierende – egal ob erstes oder sechstes Semester – und Absolventen kennen das ganz genau. Das Handwerk und die Kunst des Studierens ist es eigentlich, das Aufschieben der anstehenden Aufgaben höchst professionell zu managen, damit alles bis zum Abgabe- oder Prüfungstermin mit Bravour gemeistert werden kann. Profanes Projektmanagement. Steht nicht im Modulhandbuch, wird aber gemeinsam mit Kommilitonen ausgiebig während der Semester erlernt und erprobt und wirkt wahre Wunder.

Mit dem richtigen Ziel vor Augen und erlerntem Fahrplan für das erste Studium folgte nach dem Bachelorabschluss im Fach Kulturwissenschaft der Master Medienbildung an der Universität Magdeburg. Zwischenstopps und kurze Stadtflucht gab es in dieser Zeit in Hamburg für Praktika in verschiedenen Redaktionen. Diese Aufenthalte, ein paar Nebenjobs und freie Mitarbeit haben mir bestätigt, dass ich die große, verrückte Medienwelt ganz interessant finde und mir eine Zukunft in diesem kreativen Kosmos vorstellen kann.

Ein Glücksgriff und schönster Zufall während des Studiums war es also, als ich gemeinsam mit ein paar Studierenden das Uniradio Guericke FM ins Leben gerufen habe. Aus einer Leidenschaft wurde Hobby und Arbeit zugleich. Ich habe die besten Freunde in dieser Zeit kennenlernen dürfen und meine persönlichen sowie fachlichen Kompetenzen weiterentwickelt. Der Spaß an redaktioneller Arbeit, Kulturangebote zu schaffen, Radio machen und Musik entdecken begleitet mich bereits über fünf Jahre, und ich bin sehr stolz, etwas an der Universität Magdeburg hervorgebracht zu haben, was hoffentlich noch lange erhalten bleibt. Die Möglichkeit, eigene Radiokonzerte zu organisieren und Interviews mit Musikern zu führen, die auf der eigenen Playlist stehen, ist einfach unbezahlbar.

Sicherlich wäre der Besuch an einer anderen Universität für den Master oder sogar das Auslandssemester Übersee interessant und bereichernd gewesen. Oft frage ich mich, warum ich meine Komfortzone nicht verlassen und meine Tasche gepackt habe. Das liegt unter anderem daran, dass ich mich in Magdeburg wohlfühle und die Zeit hier genieße. Kleinstadtflair unter Großstadtbedingungen: angenehme Mieten, die Elbe und viel Grün. Irgendwie lässt mich Magdeburg einfach nicht los.

Trotz Aufschieben und ein paar Momenten der Verdrängung hat alles geklappt und ich trage seit Ende Januar 2016 den Titel Master of Arts. Nach meinem Masterabschluss begann ich direkt als erste Volontärin in der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der Uni. Schon während des Studiums arbeitete ich in dieser Abteilung als studentische Hilfskraft. Viele Schnittstellen zwischen den Geschichten in und über die Universität, interessanten Menschen, Mitarbeitenden und Studierenden oder Events konnte ich mit der Öffentlichkeitsarbeit und dem Uniradio schon immer herstellen und habe dadurch bereits einen großen Einblick in die Forschungs- und Universitätswelt erhalten. Und auch jetzt gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken, denn hinter den Labor- und Seminartüren wachsen stetig neue Ideen.

„Das Leben ist bitter und süß wie Feigen“, singt Bosse und er hat recht. Kind sein, Schulzeit, Abitur, Studium, Arbeit. Ich fange jetzt erst richtig an, vermisse das süße Studentenleben ein wenig und freue mich zugleich auf diesen neuen Lebensabschnitt, der noch viele Stationen haben wird. C’est la vie.